Hamburg-Istanbul

Seit dem ersten Februar hat Bernd jetzt unbezahlten Urlaub. Urlaub… sollte man da nicht faul am Strand liegen? Kay und Bernd sind stattdessen auf Schrottplätzen unterwegs, schrauben von früh bis spät am Bus und reden ununterbrochen über ihre Tour. Der totale Stress. Und das merkwürdigste: „Wir planen und bereiten diesen Trip ausgiebig vor, aber es fühlt sich irgendwie an, als würden am Ende zwei uns Unbekannte die Fahrt antreten,“ meinte Kay über die bevorstehende Reise.

Geschichte: Heute sind wir den zweiten Tag in Istanbul. Und haben es tatsächlich gemacht, sind auf unsere 18.500 Kilometer Wahnsinns-Tour gegangen.

Und so waren die ersten Kilometer:

Hamburg, Millerntor 15. Februar: 25 Freunde – zum Teil mit Filmkamera – ein Reporter vom NDR 90.3, Bernds Mutter und Bruder – sie alle sorgen für eine Gänsehaut-Verabschiedung. Wäre es nicht so kalt gewesen, säßen wir wohl noch heute auf St Pauli vor unserem Clubheim…

Gütersloh, 273 Kilometer, selber Tag: Dass unsere erste Etappe nur bis nach Ostwestfahlen geht, haben wir verheimlicht, wir wollen uns anständig von Kays Vater verabschieden, der nicht nach Hamburg kommen konnte. Und genießen diesen einen Tag Ruhe.

Ansfelden, Österreich, 991 Kilometer, zweiter Tag: Endlich geht es richtig los. Wir haben ein Händchen bei der Wahl unserer Unterkunft „Gasthaus zur Post“, eigentlich noch deutschsprachig, verstehen wir kaum ein Wort, gute Vorbereitung auf den Rest der Reise.

Istanbul, Türkei, 2776 Kilometer, Vierter Tag: Nach dem unserer Navi kurz die Route ändert, Slowakei und Ungarn fallen weg, kommen, auch für uns überraschend, Slowenien und Kroatien neu dazu – egal denken wir uns, wir wollen eh nur Strecke machen. An der Grenze von Kroatien zu Serbien passiert es dann, die nett lächelnde Zöllnerin stellt die Böse „G“-Frage – G, für grüne Versicherungskarte. Sch…., sie liegt faul und trocken auf unserem Schreibtisch, statt Pflicht erfüllend im Handschuhfach die Grenzübertritte zu erleichtern. 106 Euro kostet uns das Malheur. Damit es nicht noch teurer wird, kommt uns eine einfache wie geniale Idee: Verschlafene Zöllner haben keinen Bock. Ab da geht es mitten in der Nacht über die Grenzen. Super. In Bulgarien klappt es tatsächlich bestens, verpennt werden wir durch gewunken. Blöd nur, der nächste Stopp, am Schlagbaum zur Türkei, fällt genau auf den morgendlichen Schichtwechsel. Gut gelaunt, mit einem Lächeln auf dem Lippen, kommt es wie es kommen muss, die eben noch so sympathisch wirkende Zöllnerin, haucht: „Your Green Card, please“. Nein, was hat uns verraten? Egal, mit 55 Euro ist die Versicherung im Vergleich zu Serbien ein Schnäppchen, wenn auch ein unnötiges. Müde und verschlafen belohnt uns die Türkei am Ende doch noch: Milde Temperaturen, hilfsbereite Menschen und ein aufregendes Istanbul, aber davon beim nächsten Mal mehr.

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2 comments to Hamburg-Istanbul

  • Olli Kuhlmann

    Moin Maria+Bernd+Kay.
    Schöne Grüße aus Dithmarschen.
    Grüßt mir mein Afrika.
    Viel Glück und wir sehen uns im Sommer.
    Hoffe nur das ihr meine Dienste nicht braucht.
    Olli Kuhlmann

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