Das nächste Ziel ist Äthiopien, allerdings auf traumhaften Umwegen. Wir fahren wieder entlang des Weißen Nils, finden einen wunderschönen Platz zum Campen – auf einer Wiese, das erste Mal nicht im Sand. Keine fünf Minuten und eine Horde Kinder umlagert unser Camp. Fußball raus und losgelegt. Hüftsteif schieben wir den Ball über den golfplatz-kurzen Rasen. Zu spät fällt auf, die kleinen Racker haben es auf unseren Ball abgesehen. In einer Spielpause wird es verdächtig ruhig, einer nach dem anderen verkrümelt sich, vom Leder nichts zu sehen. Im letzten Moment bekommen wir sie zu packen, der Ball findet sich weit ab in einem Baum versteckt. Egal, wir pfeifen die zweite Halbzeit an.
Abseits der Straßen geht es am nächsten Morgen weiter. Wir suchen unseren Weg durch Wüste, Steppe, ausgetrockneten Flüssen und entlang verwaister Bahnschienen, meist ist weit und breit kein anderes Auto zu sehen – am Ende stehen 260 Kilometer Offroad, beziehungsweise Dirtroad auf dem Tacho. Am schlimmsten sind die Wellblechstrecken, das stundenlange Geschüttel zerlegt Mensch und Maschine. Ausfälle an unserem Bus: Innenraumgebläse durchgebrannt, Kurzschluss zum Kühlerlüfter. Mit Hilfe einer Plastikdose lässt sich der Lüfter reparieren, das Gebläse für den Innenraum ist leider nicht so einfach zu flicken, kein Spaß bei über 40 Grad Außentemperatur.
Mit ausgetrockneten Kehlen geht es an die Grenze nach Äthiopien. Klassisch, die Frage des Zöllners: „Wo soll es denn hingehen?“ – Antwort: „Äthiopien.“ – Reaktion: „Ah, okay.“ Mit Blick auf den Grenzbaum kostet es Selbstbeherrschung nicht los zu lachen.
Sehenswert, die Äthiopische Stempelstelle für unsere Pässe. Vorbei an Hühnern, steht man in einer dunklen Lehmhütte – kaum zu glauben, dass der moderne Botschaftsbau in Khartum und diese windschiefen Bude demselben Land gehören. Passend zum äußeren Eindruck gibt es in der Hütte keinen Computer, von Hand kontrolliert der Beamte lange Listen. Zu lange für Bernd, er nickt selig auf seinem Stuhl ein und zu lange für den Zoll – Mittagspause.
Egal, wir lassen den Wagen im Sudan stehen und stürmen die erste Kaschemme in Äthiopien. Mit Tränen in den Augen trinkt Kay nach 17 Tagen seine erste Flasche Bier. Die Wirkung, verheerend – einmal angesaugt, lässt er sich erst sieben Flaschen später stoppen








Phantastisch,
habe mir gerade die Auto Bild gekauft und was lese ich da auf Seite 19 ganz klein? Kay ist wieder unterwegs!!! Toll. 17 TAGE OHNE EIN BIER
Das ist Rekord — EUCH alles GUTES und viel Glück! Recuerdos Andrés
Hallo Jungs,
zwei Woche ohne Nachricht. Was ist los? müssen wir uns sorgen machen?
Grüße und alles Gute
Reiner
alter schwede, habe mich heute mal durch eure dia-shows geklickt.
man, man, man, sind da geile bilder bei! da bekommt man ja volles ballett fernweh!!! werde mich gleichmal ranmachen und eure berichte lesen.
also, denn man erstmal viel glück auf eurer weiteren reise!!
gruss aus dithmarschen von chrischan (KC’s macker)
Buenas Andrés! Und wieder in einem gelben Bulli!
Ochala, que todo es bien con ustedes. Gracias y un abrazo. Kay