Nach vier Tagen erreichen wir durchgeschwitzt Khartum. Unser Visum für Äthiopien ist schon abgelaufen, es gilt für 20 Dollar ein neues zu besorgen. Gar nicht so einfach, richtige Öffnungszeiten hat die Botschaft nicht, morgens aufgemacht werden 17 Leute eingelassen, wer nicht da drunter ist, muss sein Glück am nächsten Tag versuchen. Einen anderen Grund die Hauptstadt Sudans zu besuchen gibt eigentlich nicht.
Bemerkenswert sind die Straßen: Häufig fehlen mitten auf der Fahrbahn Gullydeckel, damit erinnert der Trip durch die Stadt an ein Telespiel, landet man in so einem Loch, verliert man statt eines virtuellen Lebens die Vorderachse. Wir haben auf den Weg nach Khartum zwar nicht unsere Achse, dafür aber Luft aus dem linken Hinterreifen verloren. Ein kleiner Riss in der Stahlfelge ist schuld – 3,50 Euro kostet uns die Schweißnaht, hoffentlich hält sie bis Südafrika.
Unser Highlight in Khartum: Die tanzenden Derwische. Auf einem Friedhof treffen sich jeden Freitag ein Gruppe von rund 80 Sufis, eine mystische Abspaltung des Islams. Trommelsound und wildes Gedrehe soll die Tänzer in Trance versetzen. So die Theorie, viele von den Jungs hatten eher die Kameras im Blick, als die spirituelle Erfahrung. Egal, die Typen sehen schon sehr speziell aus, könnten auch aus Indien stammen.







