Gonda-Addis Abeba

Am nächsten Tag geht es Richtung Lalibella, auch Äthiopien hat in den Stein geschlagene Kirchen. Der Weg hat es allerdings in sich, Schlagregen und Schlamm, wir rutschen dem Ziel entgegen. Die dunklen Gewitterwolken am späten Nachmittag sorgen für eine unglaubliche, fast irreale Stimmung. Niemals hätten wir in Äthiopien so viel Abwechslung erwartet, es geht über fruchtbare Täler und karge Bergpässe, wunderschön. Nur anhalten, um zum Beispiel die Aussicht zu genießen ist kaum möglich – egal wo, wir sind sofort umringt von Äthiopiern, selbst ein Pinkelstopp ist nicht ohne Zuschauer möglich, das nervt.

Lalibella ist ein sehr touristischer Ort, viele Hotels, alle deutlich teurer als in Gonda. Nach langen hin und her finden wir einen Platz für 2,50 Euro pro Auto. Die Steinkirchen sind die Wucht, am eindrucksvollsten ist ein in den Fels geschlagenes Kreuz. Zumindest sieht es von Oben so aus, wenn man an den rund zwölf Meter steilen Abgrund tritt, erkennt man erst die ganze Dimension des Kirchenbaues, sehenswert. Abends große Hektik, St. Pauli spielt gegen Augsburg, wer dieses Spiel gewinnt hat große Chancen auf den Aufstieg – das müssen wir sehen – Internet, Weltempfänger, Bezahlfernsehen – alle Versuche live dabei zu sein scheitern, selbst übers Handy funktioniert es nicht, Empfang zu schlecht. Mit hängenden Köpfen aufgegeben, taucht plötzlich Wako auf, als äthiopischer St Pauli Fan versteht er unser Problem und schafft es tatsächlich – Dubai Sports überträgt das Montagsspiel. Biertrunkene Freude auf unserer Seite, eine schlaflose Nacht für den Rest des Hotels, feiern wir den spielerisch überlegenen Sieg unserer Helden – forza St. Pauli.

Auf nach Addis Abeba, geplant ist es über die Grüne Grenze nach Kenia zu fahren, daher liegt die äthiopische Hauptstadt gezwungenermaßen auf dem Weg, nur so bekommen wir das nötige Visum für die Einreise ins nächste Land. Die Strecke ist mit rund 650 Kilometer zu lang, um es an einem Tag zu schaffen, wir überlegen wild zu Campen. In allen anderen Afrikanischen Ländern ist das kein Problem, in Äthiopien schon – zumindest raten alle  Reiseführer davon ab. Grund: Zu viele nervige Zaungäste. Egal, von der Straße abgebogen und ausprobiert, schließlich sind wir in Afrika, um unsere eigenen Erfahrungen zu sammeln. Tja, leider treffen die Reiseführer mit dieser Behauptung ausnahmsweise voll ins Schwarze. Kaum sind die Wagen abgestellt, schon werden wir von einer Menge Leute belagert. Donalds Idee, wir spielen Fußball mit den Einheimischen. Unsere Hoffnung, nach dem Spiel verlieren die vielen Äthiopier ihr Interesse an uns. Das Spiel macht wirklich Spaß, erst in gemischten Mannschaften, dann Deutschland gegen Äthiopien. Läuft der Ball bei uns gekonnt durch die Reihen, versuchen sich die Äthiopier mehr mit Einzelaktionen in Szene zu setzen. Die Konditionsvorteile liegen auf jeden Fall bei den Einheimischen, kein Wunder schließlich sind sie halb so alt wie wir, zusätzlich nimmt uns die Höhe von 2500 Meter die letzte Luft. Der Ausgang des Spieles? Wir haben uns höfflich mit einer Niederlage für die Gastfreundschaft bedankt. Abpfiff mit dem Dunkel werden, nur leider geht unser Plan nicht auf – keiner der Zuschauer verpfeift sich. Gefühlt steigt sogar die Menge Mensch. Man stelle es sich so vor – man sitzt auf einem kleinen Drei-Bein-Hocker, erst halten unsere Gastgeber gebührend Abstand, rücken dann aber immer näher, bis am Ende unzählige Körper selbst den Blick zum Himmel verdecken. Zwischendurch immer wieder ein streicheln durch die Haare, oder ein kurzer Kniff ins Fleisch – nach dem Motto, sind die wirklich weiß oder ist es alles nur ein Fake. Am Ende kapitulieren wir, fahren in die nächste Ortschaft und stellen uns auf einen umzäunten Hotelparkplatz.

Auch in Addis Abeba kann man nicht wild auf einem Parkplatz stehen, der Bulli wird in „Wims Holland House“ geparkt. Der Niederländer lebt seit über 30 Jahren in Afrika und spuckt nicht ins Glas. Zur Begrüßung bietet er eine zünftige Kneipen-Schlägerei mit einem seiner Gäste – super, wie auf dem Kiez. Leider können die Sanitärenanlagen nicht mit dem Abendprogramm mithalten. Das versprochene warme Wasser zum Duschen gibt es nur am ersten Tag, zwischendurch sind sogar mal alle Toiletten abgesperrt. Schlecht. Dafür ist das Essen lecker. Addis selbst ist eine ziemlich runter gekommene Hauptstadt, übervoll an Menschen, chaotische Straßen und strukturlos im Aufbau, Internetverbindungen, unerträglich langsam. Und erst der Markt, noch nie so viele Ganoven auf einem Haufen gesehen. Taschendiebstahlalarm, Ständig haben wir einen Schatten in den Hacken, der auf eine günstige Gelegenheit wartet. Und tatsächlich, es erwischt Bernd mit dem alten, Zwei-Gauner-Trick. Ein Typ lässt ihn links auflaufen, während der andere in die rechte Hosentasche greift. Hallo Jungs, wir sind auf dem Hamburger Kiez groß geworden – Bernd erwischt die Hand samt Portemonnaie gerade noch rechtzeitig. Mit der Linken den Typen am Kragen, mit der Rechten den Inhalt der Hosentaschen auf Vollständigkeit prüfend, sorgt die Aktion für einen riesigen Menschenauflauf. Dummerweise haben wir gerade hier den zweiten Zwangsstopp, Claus’ Differential muckt immer noch.

 

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2 comments to Gonda-Addis Abeba

  • Hallo,
    Ich denke ich bin kein Heuchler und das ist das allererste Mal, dass ich ein Kommentar in einer Webseite hinterlasse, jedoch muss ich dir danken!

    Bis kommenden Montag muss ich noch zügig ein Referat schreiben – dein Post hier hat mir ziemlich geholfen.
    Daher möchte ich gerne fragen, ob ich diesen “Artikel” mit Verlinkung bzw. Quellenangabe nutzen kann.

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