Nairobi

Die Jungle Junction – unser neues Zuhause in Nairobi. Das zirka 3.000 Quadratmeter große Gelände bietet rund 20 Fahrzeugen Platz. Natodraht und Glasscherben bewehrte Mauern sichern das Grundstück, zusätzlich gibt es zwei Hunde, der Platz wird Tag und Nacht bewacht – nicht ohne Grund, schließlich trägt die Kenianische Hauptstadt den Spitznamen „Nairobbery“. Für uns ist die Festung der perfekte Aufenthaltsort, Chris, der Betreiber, ist selbst Mechaniker, stört sich weder an Ölflecken auf den Park-plätzen, noch an Dreck verschmierten Gästen. Zeit um das erste Mal nach dem Feuer einen Blick  auf den Motor zu werfen. Deckel auf – und lange Gesichter – es ist wirklich alles verbrannt was irgendwie brennbar ist: Wasserbehälter, Batterie, Stromkabel, Schläuche und noch einiges mehr ist zu Plastik-Klumpen verschmolzen. Scheiße. Okay, aufgeben gilt nicht, unser Plan – irgendwie den Motor für einen kurzen Teststart zum Laufen zu bringen. Dafür brauchen wir Zahnriemen und Spannrolle, Gott sei Dank, sind in Nairobi zumindest einige Verschleißteile für den Bulli zu bekommen. Aber schon mit dem Auflegen des neuen Riemens tauchen die ersten Probleme auf – woher das erforderliche Werkzeug nehmen? Afrikanisch wird repariert: Ein Maulschlüssel dient als Einstelllineal und der Wagenheberhebel als Arretierungsdorn für die Einspritzpumpe, der Kraftstofftank – ein Messbecher. Fliegende Leitungen zum Anlasser, zum Dieselabschaltventil und an die Glühkerzen müssen reichen. Kühlwasser? Für einen kurzen Probelauf nicht erforderlich. Die Batterie steht hinter dem Auto – gestartet wird durch Kurzschließen. Und tatsächlich, widerwillig erwacht unser Bulli. Hurra. Jetzt wissen wir, dass unter der dicken Russschicht noch ein Funke Leben steckt.

Die nächste Hürde, die nötigen Ersatzteile aufzutreiben  – der alte Bus ist in Kenia ein Exot. Durch Zufall landen wir im Laden eines Inders, er hatte mal eine freie VW-Werkstatt, verspricht  zu helfen. Erste Teile tauchen auf: Ölein-füllstutzen, Wasserbehälter, einen der vielen fehlenden Schläuche, Öldruckgeber und ein paar Kleinteile. Die Lichtmaschine landet beim Instandsetzer. Kay läuft als Teilejäger zur Höchstform auf, besorgt viele der nötigen Sachen. Ohne großen Ärger läuft allerdings auch das nicht ab – leider hat ihm keiner gesagt, dass das Rauchen auf Nairobis Straßen verboten ist. Zwei Polizisten in Zivil klären ihn auf, so viel Hilfsbereitschaft gibt es natürlich nicht kostenlos – stattliche 400 Euro verlangen die korrupten Bullen. Schnell wird klar, hier wird nicht mehr rumgealbert – in eine dunkle Ecke gedrückt, ausgeraubt von Freund und Helfer, sind 80 Euro weg. Kays Stolz hat zwar eine dicke Schramme, körperlich ist er aber unversehrt – und das ist am Wichtigsten…

Übel sieht es bei der verbrannten Motorelektrik aus – weil Ersatz nicht zu bekommen ist, wird Leitung für Leitung nachgebaut. Umso größer unsere Freude als unerwartete Hilfe aus Deutschland angeboten wird – Volkswagen und Auto Bild haben vom Brand im fernen Afrika gehört, bieten Unterstützung an. Eine Palette mit den notwendigen Bulli-Ersatzteilen wird von VW aus Hochregallagern in ganz Deutschland zusammen getragen. Keine 14 Tage später landen Schläuche, Kabel, Lichtmaschine, Gaszug und vieles mehr bei CMC in Nairobi, die Lieferung muss vom Kenianischen Volkswagenimporteur eingeführt werden, anders geht es nicht. Die Hilfssendung ist unsere Rettung, Bernd ist zwar König im Improvisieren, repariert eine Druckdose mit Hilfe einer Regenjacke, aber spezielle Ventile und die Anschlussschläuche zum Turbo sind ein echtes Problem. Wie zwei kleine Kinder unter dem Weih-nachtsbaum reißen wir die vielen Pakete auf, verbauen Ersatzteil für Ersatzteil. Super, so macht Schrauben Spaß. Am nächsten Tag, die Probefahrt – strahlend geht es mit dem Bulli auf die Straße. Endlich ohne Seil – der Motor blubbert munter, behält Öl und Kühlwasser bei sich. Alle Instrumente funktionieren wieder, selbst Drehzahlmesser und Tankanzeige und die waren schon seit mindestens 6000 Kilometer hinüber.

 

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11 comments to Nairobi

  • Fernando

    Grossartige Story, Jungs. Zudem wirklich anschaulich, spannend und dennoch im eigenen St.Pauli-Stil geschrieben. Kompliment!

    Falls ihr ein Buch plant: Ich wuerde es sofort kaufen.

    Druecke Euch die Daumen! ;o)

    fernando

  • Jan

    Geil Jungs, do it Yourself mitten in Africa ;) Turbolader gab es auch schnell für Ersatz? Und hat Bernd endlich den Rasierapparat wieder gefunden? :D

    Sonntag erstes Spiel D- Aus schafft Ihr? oder erst das 2te am Fr danach?

  • Michelle

    Einfach nur “WOW”!!!!! :)

  • Jessi

    Ohjemine, Stillhormone? Ich glaub, ich muss weinen: es geht weiter?! Ihr seid toll! Juhuu.
    Im fernen Osten gelangte übrigens über eine Freundin mit “Zeit” Auslandsabo euer Artikel in meine Hände – Buschtrommeln, I hear ya!

  • Hey Jungs,

    klasse Projekt, ich bin erst durch den Doppelseiter in der Auto Bild aufmerksam geworden.
    Habe auch gleich ein bisserl die Werbetrommel gerührt und einen Bericht verfasst: http://www.whoopster.de/reise/vom-kiez-zum-kap/

    Bei uns steht nächstes Jahr Nürnberg – Singapur an, auch mit dem Auto.

    Ich drück Euch die Daumen für den Rest der Strecke!
    Sascha

  • Mit kauenden Naegeln lese ich Eure Berichte (auch auf FB)und denke immerzu, werden die Jungs es wohl rechtzeitig ans Kap schaffen? Euch weiterhin gute Fahrt, und ich drueck Daumen, dass es von jetzt an flott weitergeht. Der gute Bulli haelt sich ja ganz tapfer!!! Klasse die gute Tat von VW! Bin gegeistert!

  • Frank

    Hi…

    …einfach,traumhaft schön euer Bericht.
    Da wäre ich gerne dabei gewesen.Aber mein Multivan ist mir dann doch zu schade ,grins.Da sieht man es wieder…Bulli…eine nicht tot zu kriegende Erfindung.Alles Gute auf der weiteren Fahrt…passt auf euch auf.

    Drücke die Daumen,Frank aus Siegen

  • Hi Jungs,
    habt ihr es geschafft, habe ja eurem Block entnommen das der Bulli wieder on the road ist. Wir sind zur Zeit in Durban – erste Spiel war Klasse. Bei meinem Büffel ist übrigens auch noch ne Antriebswelle gebrochen. Zum Glück in Botswana, da gabs nen Autodoktor. So, sehen wir uns noch in SA, ansonsten spätestens irgendwann in HH. Freu mich. Gruß an Maria.
    Armin

  • Martin

    Ihr seid echt klasse Jungs, drück Euch alle Daumen (die ich beim Schrauben an meinem Syncro entbehren kann) dass ihr den Rest des Abenteuers gut schafft! Syncro makes its way! ;-)

  • Matthias

    Wie geil seid ihr denn Jungs?
    Bei euern Berichten, die ich leider viel zu spät entdeckt habe, verschlägts mir echt die Sprache!
    Viel Spaß am Kap

  • Kay

    Hey! Vielen Dank für die Wünsche und Kommentare! Wir haben es tatsächlich geschafft und sind gut in Kapstadt angekommen, wenn auch eine Woche zu spät. Bernd ist leider schon zurück in Hamburg, ich genieße noch ein wenig länger die WM. Die ist auch der Grund warum erst jetzt wieder neue Berichte online sind. Grüße Kay