Tansania

Ach, sind unsere neuen Freunde in Mombasa nett – schweren Herzens geht es weiter  – erst auf die Likoni-Fähre, dann auf die Straße zurück – langsam. Ohne die Pressluft des Turboladers fehlen uns reichlich PS zur Höchstgeschwindigkeit, egal – die ersten knapp 100 km in Tansania lassen eh nicht viel mehr zu, Dirtroad – die Straße ist  mies. Für die gut 500 km lange Strecke in die tansanische Hauptstadt brauchen wir zwei volle Tage.

Der neue Plan: Unser Kumpel Jo will uns  den Rest unserer Reise begleiten, dabei filmen. Zum Glück ist er flexibel genug seinen Durban-Flug umzubuchen und uns in Dar es Salaam zu treffen, im Gepäck –  ein gebrauchter Turbolader. Die Freude über das Wiedersehen und die kurzfristig organisierte Rettung ist entsprechend groß.
Den Umbau erledigt Bernd schnell in einer Nachtschicht, am nächsten Tag geht es weiter. Auch wenn wir die Gastlichkeit und den Pool von Moses und Corinne gerne länger genossen hätten – die Zeit drängt.

Der Bulli beweist zum wiederholten Male  Nehmerqualitäten, schnurrt mit Spitzengeschwindigkeiten von 100 km/h dem Eröffnungsspiel entgegen. Hurra. So schnell sind wir seit Ewigkeiten nicht gewesen. Zwar hat Tansania  viel zu bieten – kalte Hochebenen, Täler voller Baobab-Bäume, wilde Bananenfelder, üppiger Dschungel – gestoppt wird aber nur für große Tiere oder kleine Pinkelpausen. Und tatsächlich unterwegs kreuzen Giraffen und Wasserbüffel unseren Weg, grunzen Warzenschweine im Gebüsch, stehen Elefanten und Zebras direkt an der Straße – wildes Afrika und das direkt von unserem Asphaltband aus zu sehen. So mag man es, wenn keine Zeit mehr ist.

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