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	<title>Vom Kiez zum Kap &#187; Europa</title>
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		<title>Istanbul</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 01:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Istanbul, Europas Tor zum Orient, der Einstieg über die türkische Metropole ist perfekt – schonend bekommen wir die orientalische Lebenseinstellung beigebracht.</p>
<p>Erste Lektion: Der Verkehr – Freiräume auf der Straße sind augenblicklich auszufüllen, wer dies nicht tut wird gnadenlos angehupt. Ein Paar Augen reichen bei weitem nicht um den Überblick zu halten. Fahrspuren, auch die Standspur, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://vom-kiez-zum-kap.com/wp-content/uploads/2010/03/Blog-Pic02.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-133" title="Blog-Pic02" src="http://vom-kiez-zum-kap.com/wp-content/uploads/2010/03/Blog-Pic02-290x300.jpg" alt="" width="290" height="300" /></a>Istanbul, Europas Tor zum Orient, der Einstieg über die türkische Metropole ist perfekt – schonend bekommen wir die orientalische Lebenseinstellung beigebracht.</p>
<p>Erste Lektion: Der Verkehr – Freiräume auf der Straße sind augenblicklich auszufüllen, wer dies nicht tut wird gnadenlos angehupt. Ein Paar Augen reichen bei weitem nicht um den Überblick zu halten. Fahrspuren, auch die Standspur, sind allenfalls ein grober Hinweis für die Anzahl von Autos die nebeneinander passen. Irgendwie passt immer noch eines in die Lücke. Vorteil für uns, wir sind sofort als Deutsche identifiziert, der Türke hat Mitleid und verzeiht unsere planlosen Spurwechsel. Es wir gehupt, gelächelt und gewunken.</p>
<p>Zweite Lektion: Fragen hilft – auch wenn Sprachbarrieren im Weg stehen. Beispiel: Beim Bummeln durch die Altstadt landen wir im Werkzeugviertel, klasse, unserem Bulli fehlen noch ein paar Ersatzschläuche und ein 12-Volt-Kompressor. Den Kompressor bekommen wir tatsächlich relativ schnell, zweimal im falschen Laden gefragt, führt uns der Dritte zum Ziel. Mit den Schläuchen ist es schwerer – falsche Abteilung.</p>
<p>Zur Erklärung: Man muss sich Istanbul wie einen großen Supermarkt vorstellen.</p>
<p>Statt einer Werkzeugabteilung im Baumarkt gibt es Straßenzüge, die sich spezialisiert haben. Wo man sich gerade befindet, lässt sich einfach durch ein Blick in die Schaufenster erkennen &#8211; Küchen, Kleidung, Sanitärbedarf – alles findet sich in bestimmten Ecken der Stadt. Rund um unser kleines Hotel decken sich beispielsweise Zahnärzte ein. Am Ende sitzen wir in einem Privatwagen, der nette Fahrer versteht zwar kein Wort von dem was wir sagen, bringt uns aber lächelnd in das Autozubehörviertel. Und dort geht es freundlich weiter. Am Ende drückt uns ein Händler zwei gebrauchte Schläuche mit neuen Ventilen in die Hand, geschenkt!</p>
<p>Lektion drei: Handeln beim Einkaufen – mit dem erst genannten Preis gilt es nur den Humor des Käufers auszuloten. Humorlose Europäer schlagen sofort zu, ist ja schließlich billiger als zu Hause. Besser: Lächeln und handeln, ruhig mal etwas wieder ins Regal zurücklegen und auf die Reaktion des Verkäufers warten, schon purzelt der Preis. Aber auch hier gilt, Geiz ist nicht geil.</p>
<p>Natürlich bietet Istanbul viel mehr, als Unterricht für planlose Touristen – der Große Basar, die Blaue Moschee, Haya Sofia, Sultan-Palast, die Fahrt über den Bosporus und noch vieles mehr &#8211; Istanbul ist immer eine Reise wert.</p>
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		<title>Hamburg-Istanbul</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 22:43:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Seit dem ersten Februar hat Bernd jetzt unbezahlten Urlaub. Urlaub&#8230; sollte man da nicht faul am Strand liegen? Kay und Bernd sind stattdessen auf Schrottplätzen unterwegs, schrauben von früh bis spät am Bus und reden ununterbrochen über ihre Tour. Der totale Stress. Und das merkwürdigste: „Wir planen und bereiten diesen Trip ausgiebig vor, aber es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://vom-kiez-zum-kap.com/wp-content/uploads/2010/02/Blog-Pic01.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-120" title="Blog-Pic01" src="http://vom-kiez-zum-kap.com/wp-content/uploads/2010/02/Blog-Pic01-290x300.jpg" alt="" width="290" height="300" /></a>Seit dem ersten Februar hat Bernd jetzt unbezahlten Urlaub. Urlaub&#8230; sollte man da nicht faul am Strand liegen? Kay und Bernd sind stattdessen auf Schrottplätzen unterwegs, schrauben von früh bis spät am Bus und reden ununterbrochen über ihre Tour. Der totale Stress. Und das merkwürdigste: „Wir planen und bereiten diesen Trip ausgiebig vor, aber es fühlt sich irgendwie an, als würden am Ende zwei uns Unbekannte die Fahrt antreten,“ meinte Kay über die bevorstehende Reise.</p>
<p>Geschichte: Heute sind wir den zweiten Tag in Istanbul. Und haben es tatsächlich gemacht, sind auf unsere 18.500 Kilometer Wahnsinns-Tour gegangen.</p>
<p>Und so waren die ersten Kilometer:</p>
<p>Hamburg, Millerntor 15. Februar: 25 Freunde &#8211; zum Teil mit Filmkamera &#8211; ein Reporter vom NDR 90.3, Bernds Mutter und Bruder – sie alle sorgen für eine Gänsehaut-Verabschiedung. Wäre es nicht so kalt gewesen, säßen wir wohl noch heute auf St Pauli vor unserem Clubheim&#8230;</p>
<p>Gütersloh, 273 Kilometer, selber Tag: Dass unsere erste Etappe nur bis nach Ostwestfahlen geht, haben wir verheimlicht, wir wollen uns anständig von Kays Vater verabschieden, der nicht nach Hamburg kommen konnte. Und genießen diesen einen Tag Ruhe.</p>
<p>Ansfelden, Österreich, 991 Kilometer, zweiter Tag: Endlich geht es richtig los. Wir haben ein Händchen bei der Wahl unserer Unterkunft „Gasthaus zur Post“, eigentlich noch deutschsprachig, verstehen wir kaum ein Wort, gute Vorbereitung auf den Rest der Reise.</p>
<p>Istanbul, Türkei, 2776 Kilometer, Vierter Tag: Nach dem unserer Navi kurz die Route ändert, Slowakei und Ungarn fallen weg, kommen, auch für uns überraschend, Slowenien und Kroatien neu dazu – egal denken wir uns, wir wollen eh nur Strecke machen. An der Grenze von Kroatien zu Serbien passiert es dann, die nett lächelnde Zöllnerin stellt die Böse „G“-Frage &#8211; G, für grüne Versicherungskarte. Sch&#8230;., sie liegt faul und trocken auf unserem Schreibtisch, statt Pflicht erfüllend im Handschuhfach die Grenzübertritte zu erleichtern. 106 Euro kostet uns das Malheur. Damit es nicht noch teurer wird, kommt uns eine einfache wie geniale Idee: Verschlafene Zöllner haben keinen Bock. Ab da geht es mitten in der Nacht über die Grenzen. Super. In Bulgarien klappt es tatsächlich bestens, verpennt werden wir durch gewunken. Blöd nur, der nächste Stopp, am Schlagbaum zur Türkei, fällt genau auf den morgendlichen Schichtwechsel. Gut gelaunt, mit einem Lächeln auf dem Lippen, kommt es wie es kommen muss, die eben noch so sympathisch wirkende Zöllnerin, haucht: „Your Green Card, please“. Nein, was hat uns verraten? Egal, mit 55 Euro ist die Versicherung im Vergleich zu Serbien ein Schnäppchen, wenn auch ein unnötiges. Müde und verschlafen belohnt uns die Türkei am Ende doch noch: Milde Temperaturen, hilfsbereite Menschen und ein aufregendes Istanbul, aber davon beim nächsten Mal mehr.</p>
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