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	<title>Vom Kiez zum Kap &#187; Jordanien</title>
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		<title>Wadi Rum/Aqaba</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 22:24:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jordanien]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es gibt so viele Tempel und Grabhöhlen in Petra zu entdecken, da ist es schwer sich los zu reißen. Nach rund vier Stunden ruft die Wüste: Wadi Rum – Man sagt, wer nur ein paar Stunden Zeit hat, um die Wüste kennen zu lernen, ist hier richtig. Nicht ohne Grund wurde hier ”Lawrence of Arabia“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://vom-kiez-zum-kap.com/wp-content/uploads/2010/03/Blog-Pic07.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-164" title="Blog-Pic07" src="http://vom-kiez-zum-kap.com/wp-content/uploads/2010/03/Blog-Pic07-290x300.jpg" alt="" width="290" height="300" /></a>Es gibt so viele Tempel und Grabhöhlen in Petra zu entdecken, da ist es schwer sich los zu reißen. Nach rund vier Stunden ruft die Wüste: Wadi Rum – Man sagt, wer nur ein paar Stunden Zeit hat, um die Wüste kennen zu lernen, ist hier richtig. Nicht ohne Grund wurde hier ”Lawrence of Arabia“ gedreht, wir drehen eine kurze Runde mit unserem Bulli durch den Sand und würden gerne mehr Zeit hier verbringen. Dass mangelnde Zeit nicht unser Problem ist, ahnen wir noch nicht.</p>
<p>Zurück in Aqaba, vier Flaschen Bier geschnappt und ab zur Hafenmole, ein eindrucksvoller Sonnenuntergang wartet. Unglaublich, wir sitzen gerade in einer Ecke des Roten Meeres die es in sich hat: Im Westen Palästinenser, daneben Israel, östlich Saudi Arabien und gegenüber Ägypten, alles auf Sichtweite. Zwischendurch sind wir sogar an Schildern vorbei gefahren, die den Weg Richtung Irak zeigten.</p>
<p>Nach dem kalten Bier an der Hafenmole, der erste Schock auf der Reise: Der Bus ist aufgebrochen, unsere Sachen durchwühlt. Die Freundlichkeit der Leute macht uns zu leichtsinnig. Kays iPhone ist weg und unser Navigationsgerät fehlt. Ärgerlich, hätte aber auch viel schlimmer sein können, schließlich haben sie unsere geheimen Verstecke für Geld und Pässe nicht gefunden. Die liegen nämlich unter dem &#8230;&#8230;. (Hallo, so blöd sind wir dann doch nicht).</p>
<p><a href="http://vom-kiez-zum-kap.com/wp-content/uploads/2010/03/Blog-Pic08.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-169" title="Blog-Pic08" src="http://vom-kiez-zum-kap.com/wp-content/uploads/2010/03/Blog-Pic08-290x300.jpg" alt="" width="290" height="300" /></a>Ein Grund mehr weiter zu reisen. Die Hafenstadt Aqaba ist unser Tor nach Afrika, weil wir nicht durch Israel möchten. Wir müssen die Fähre nehmen, mit einem israelischen Einreisestempel im Pass würde der Schlagbaum in den Sudan für uns verschlossen bleiben, aber erstmal geht es nach Ägypten. Das ägyptische Konsulat in Aqaba ist speziell, der Beamte hinter dem Schalter ein Unsympath, behandelt uns aufgesetzt freundlich, raunt seine eigenen Landsleute aber die ganze Zeit mehr als übel an. Am Ende haben wir das Visum und nur das zählt.</p>
<p>Auf zur Fähre Aqaba-Nuweiba, die Zeit drängt. Der Bulli schaukelt, nicht weil das Tempo zu hoch wäre, es bläst eine steife Briese von Süd-West – Und tatsächlich, der erste Versuch die Fähre zu nehmen scheitert, Sturm. Der Zweite, am nächsten Tag, kostet nur Nerven. Aber das Spiel kennen wir mittlerweile, viele Stempel, viel hin und her, bis nach 5 Stunden alles klappt und der Bus, nach dem Röntgen, auf der Fähre landet. Ein teurer Spaß: 225 Dollar für den Bus und je 60 Dollar für uns. Wenn dann wenigsten die Überfahrt schnell gehen würde.</p>
<p>Der Reiseführer nennt das, in Norwegen ausgemusterte, Schiff langsam. Eine unglaubliche Untertreibung, wir diskutieren, ob es steht, oder noch schlimmer: von der Strömung rückwärts getrieben wird. Wenn doch wenigsten der Sturm vom Vortag für Vortrieb sorgen würde. Statt angegebener drei Stunden, dauert die kurze Überfahrt fünf, zum Schluss werden wir sogar auf Deck, ohne irgendeine Info, für 40 Minuten eingesperrt. Und erst die Formalitäten am Zoll. Um uns herum werden schwer bepackte Autos komplett gefilzt. Der Touristenbonus sorgt zumindest bei unserem Gepäck für milde gestimmte Beamte, wir müssen nicht alles ausladen. Bei der Fahrgestellnummer sind sie wieder streng, der Beamte schmeißt sich unter den Bus, um sie zu entziffern. Selbst unsere Feuerlöscher müssen wir vorzeigen. Nur so viel – ohne Hilfe eines speziell für Touristen abgestellten Beamten, säßen wir noch heute da. Schließlich befestigen wir tolle neue Nummernschilder über unsere Hamburger Kennzeichen und fahren, um 175 Euro erleichtert, mit unserer ägyptischen Zulassung aus dem Hafen, Richtung Dahab, um Maria einzusammeln, sie wird uns die nächsten zweieinhalb Monate begleiten.</p>
<p>Aber jetzt erstmal zwei Tage am Roten Meer entspannen, das haben wir uns verdient. Ein kaltes Bier, bequeme Kissen, ein großes Lagerfeuer – das erste Mal, dass sich unsere Reise wie Urlaub anfühlt. Keine Frage, die kurze Auszeit am Strand tut gut, die letzten Tage waren echt stressig.</p>
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		<title>Petra</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 18:50:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jordanien]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wir kommen erst um kurz vor 16h00 an, der erste unfreundliche Jordanier, den wir treffen, verlangt patzig 33 Euro Eintritt pro Nase und beantwortet keine unserer Fragen. Genervt verlassen wir Petra Richtung Aqaba, es gilt am nächsten Tag das Visum für Ägypten zu besorgen. Soweit der Plan, klappt nur nicht: Freitags und sogar samstags ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://vom-kiez-zum-kap.com/wp-content/uploads/2010/03/Blog-Pic06.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-158" title="Blog-Pic06" src="http://vom-kiez-zum-kap.com/wp-content/uploads/2010/03/Blog-Pic06-290x300.jpg" alt="" width="290" height="300" /></a>Wir kommen erst um kurz vor 16h00 an, der erste unfreundliche Jordanier, den wir treffen, verlangt patzig 33 Euro Eintritt pro Nase und beantwortet keine unserer Fragen. Genervt verlassen wir Petra Richtung Aqaba, es gilt am nächsten Tag das Visum für Ägypten zu besorgen. Soweit der Plan, klappt nur nicht: Freitags und sogar samstags ist Ruhetag, das heißt mindestens zwei weitere Tage in Jordanien. Also wieder auf nach Petra, schön früh damit es sich lohnt. Und dann das: Schnee und Hagel, offensichtlich bringen Hamburger ihr Schiet-Wetter sogar in die Wüste mit. Nach einer 120 Kilometer Horrorfahrt, mit einer Sicht unter 30 Meter, Blitz und Donner landen wir in Petra, um zu erfahren, dass die antike Stadt geschlossen ist, schlicht abgesoffen. Okay, wir lassen uns nicht endmuntern, schlagen in der Nähe des Einganges unser kaltes Nachtlager auf. Es hagelt und stürmt, viel Hoffnung auf Einlass am nächsten Tag machen wir uns nicht. Bei gefühlten minus zehn Grad und tatsächlichen Null Grad, zur Erinnerung wir sind in Jordanien, schlottern wir durch die Nacht um an einem Wolken verhangenem Morgen aufzustehen. Wir haben uns zu viele Sorgen gemacht – wir sind drin – und das Frieren hat sich gelohnt: Der Gang durch den engen Siq, die aus dem Indianer Jones bekannte Schlucht, der Blick auf das in den Fels geschlagene Schatzhaus und die vielen weiteren Gebäude, zum Teil deutlich älter als 2000 Jahre lohnt sich. Wir machen eine längere Wanderung und sind beide total begeistert. Unser Tipp: Fahrt in eurem nächsten Urlaub nach Petra in Jordanien.</p>
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		<title>Jordanien</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 18:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Nach zwei Tagen in der syrischen Hauptstadt geht es weiter Richtung Jordanien. Eigentlich ein Katzensprung, wenn da nicht unser kleines Problem wäre: Das Kartenmaterial, besser gesagt das fehlende. Bei der Umplanung unserer Reiseroute haben wir den Asien-Anteil wohl etwas unterschätzt. Zur Erinnerung: Die Westroute wurde wegen zu vieler Terrorwarnungen verworfen, jetzt fahren wir nach Skizzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://vom-kiez-zum-kap.com/wp-content/uploads/2010/03/Blog-Pic05.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-154" title="Blog-Pic05" src="http://vom-kiez-zum-kap.com/wp-content/uploads/2010/03/Blog-Pic05-290x300.jpg" alt="" width="290" height="300" /></a>Nach zwei Tagen in der syrischen Hauptstadt geht es weiter Richtung Jordanien. Eigentlich ein Katzensprung, wenn da nicht unser kleines Problem wäre: Das Kartenmaterial, besser gesagt das fehlende. Bei der Umplanung unserer Reiseroute haben wir den Asien-Anteil wohl etwas unterschätzt. Zur Erinnerung: Die Westroute wurde wegen zu vieler Terrorwarnungen verworfen, jetzt fahren wir nach Skizzen aus unserem Reiseführer über den Osten. Und die knappen Zeichnungen führen uns Richtung Golan-Höhen, also umdrehen, wieder rein nach Damaskus, zwei Stunden und 46 Kilometer später haben wir die richtige Straße zu packen. Ziel: Totes Meer, Jordanien.</p>
<p>Mit mittlerweile souveräner Gelassenheit reagieren wir auf die nächste Hürde: Zwar wollen auch die Jordanischen Zöllner eine Menge Stempel in unsere Pässe drücken, aber alles geschieht deutlich hilfsbereiter und freundlicher als an der Syrischen Grenze. Zehn Euro für das Visum, neun für die Versicherung – der Start in Jordanien beginnt sympathisch – nur die Geldwechsler wollen uns betuppen, gelingt ihnen aber nicht.</p>
<p>Der Weg an das Tote Meer endet wie die Fahrt aus Damaskus begann – verfahren. Nur so viel, zum geplanten Sonnenuntergang haben wir es nicht geschafft. Die Route selbst: Hölle. Es geht hoch und runter mit bis zu unglaublichen 13 Prozent Gefälle, Kupplung und Bremsen bis an die Schmerzgrenze belastet. Am Toten Meer hindert uns eine Polizeisperre an der Weiterfahrt, aber dafür lassen uns die Jungs an der Station campen. Der nächste Morgen belohnt uns mit reichlich Sonne, ab ins Wasser. Und es stimmt, man geht im Toten Meer nicht unter, ein Traum für jeden Nichtschwimmer (Kay). Allerdings fühlt sich das extrem salzige Wasser auf der Haut ziemlich merkwürdig an, brennt schlimm in den Augen und lässt sich nur schwer wieder abwaschen. Kaum aus dem Wasser rauscht ein Pick Up an, vorne zwei grimmige Soldaten, auf der Ladefläche ein dritter mit riesigem MG im Anschlag. Hoffentlich sind wir nicht zu weit raus geschwommen? Die israelische Grenze ist nah. Nee, auch unsere kurzen Badehosen stören sie nicht: Kay hat Fotos gemacht, als sie an uns vorbei fuhren, nach einem klärenden Blick auf die Kamera, gibt es einen Handschlag und ein „Gute Fahrt“ mit auf den Weg. Und der führt uns nach Petra, bekannt als eines der sieben neuen Weltwunder.</p>
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